Notruf aus Callao/Peru

Im Herbst 1992 trat Pater Karl Oerder aus Bonn mit dem Hilferuf einer Schule der Salesianer Don Boscos in der Hafenstadt Callao bei Lima an die Kath. Grundschule Stadtmitte (heute Don Bosco Schule) heran.

In einem aufrüttelnden Dia-Vortrag zeigte er die Not vieler Kinder und Jugendlicher in den Städten Lateinamerikas auf.

Die mehr als 1000 Schüler der Schule in Callao kommen oft aus ärmsten Verhältnissen. Der Schulleiter bat seine Ordensbrüder um Hilfe, da kein Geld mehr da war, um die tägliche Schulspeisung zu sichern. Für viele Schüler ist sie die einzige Mahlzeit am Tage, da in den Familien oft bittere Not herrscht. Ein Drittel der 1070 Schüler zwischen 6 und 15 Jahren können das monatliche Schulgeld (5€ je Schüler) nicht bezahlen. Die Schule war in großer Not, da der Staat keine Zuschüsse zahlen kann.


Eine Partnerschaft wurde gegründet

Auf Beschluss der Schulkonferenz übernahm die Kath. Grundschule Stadtmitte die Patenschaft über die arme Schule in Callao. Im Oktober 1992 erhielten bereits 80 Kinder der Schule eine Schulspeisung als Spende aus Eschweiler. 1994 waren es bereits über 200.

Bei der Auswahl der Kinder, die mit Hilfe der Kath. Grundschule eine Schulspeisung erhalten, wird darauf geachtet, dass wirklich die ärmsten Kinder in den Genusss der Hilfe kommen. Das sind 10 Gruppen mit je 20 Kindern, die alle aus Familien stammen, die keinen Vater mehr haben. Das Vorbereiten und Verteilen der Schulspeisung haben arbeittslose Mütter übernommen, die sehr froh über die kleine Verdienstmöglichkeit sind.


Da ein Drittel der Schüler kein Schulgeld zahlen kann, ist der Schuletat sehr belastet. Alle Ausgaben, auch die Gehälter der Lehrer, muss die Schule selbst bezahlen. Für diese armen Schüler haben wir das Schulgeld von 5€ monatlich übernommen.

Mit Spielzeugpaketen und Lehrmittel wurden die Schüler direkt aus Eschweiler unterstützt.
Dankesbriefe und viele Fotos zeigen unseren Kindern den Dank der Partner in Callao.



Wie wird die Hilfe gesichert?

Viele Eltern haben eine Patenschaft übernommen. Sie haben sich bereit erklärt, 5 € als Schulgeld oder 3 € im Monat für die Schulspeisung zu spenden. Im ersten Jahr konnten der Schule in Callao bereits 7850 DM überwiesen werden.

Viele Dankesbriefe der Kinder in Callao und Berichte des Schulleiters Pater Luis Oshiro bezeugen, wie notwendig unsere Hilfe ist.

Die wirtschaftliche Situation in Peru wird immer schlechter. Die Schule bemüht sich, die bedürftigen Schüler zu fördern und ihnen zu einer Ausbildung zu verhelfen.